MMM#9 in der Burda Joggingpants

In diesem Sommer müssen mehr Hosen her! Leichte Hosen. Da kam mir der Schnitt aus der Mai-Burda (114 / 115) gerade Recht. Während ich den Trend der Joggingpants im vergangenen Jahr noch ziemlich furchtbar fand, bin ich jetzt doch neugierig geworden. Ob mir sowas wohl steht? Den passenden Stoff für einen ersten Versuch hatte ich beim Stoffmarkt gekauft. Eigentlich sollte aus dem leichten Denim ein zweiter Hollyburn werden, aber dann war ich doch nicht so überzeugt von dem Schnitt, sodass der Stoff für die Hose herhalten musste.

Burda 5/15 Modell 114/115

ungewöhnlich Silhouette, ungewöhnliche Perspektive

Die Hose war schnell zusammen genäht. Allerdings: Gut, dass ich vorher probiert hatte, ob mein Fuß überhaupt durch die Bündchen passt. Natürlich nicht. Also habe ich die entsprechend weiter gemacht. Die Hose gibt es in der Burda in drei verschiedenen Versionen. Einmal wird Bündchenstoff aus Jersey verwendet – da kommt das dann wahrscheinlich hin mit der Größenangabe. Ein bisschen kompliziert wurde es beim Taillenbund. Zuerst nähte ich Jerseybund an. Der war aber erstens viel zu weit (ich hatte ja keine Ahnung, wie der sich dehnen kann!). Also habe ich einen Tunnel für einen Gummizug angenäht. Wer die Breite seines Gummis richtig messen kann ist hier klar im Vorteil! Laut Burda-Buch sollte der Tunnel zwei Millimeter Mehrweite haben. Daran habe ich mich auch gehalten! Nur dumm dass das Gummi 5 Zentimter breit war und nicht 4,5 wie ich dachte. Jetzt dreht es sich ein bisschen was einen Gürtel unbedingt erforderlich macht (wenn es schick aussehen soll).

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Taschen sind praktisch

Die Hose passt zwar sehr gut (geeignet für die Birne!) – aber ich bin mir nicht sicher, ob sie mir steht. An diese Silhouette muss ich mich erst noch gewöhnen. Jahrelang laufen alle in Skinny Jeans rum und plötzlich in solchen Bollerdingern. Ich auch!? Zur Arbeit habe ich  mich so noch nicht getraut. Aber für Zuhause ist sie ganz prima. 🙂

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Humpf…

Nicht nur die Silhouette auch die Perspektive, aus der die Fotos aufgenommen wurden, ist vielleicht gewöhnungsbedürftig. Ich habe dafür meinen neuen Selfie-Stick verwendet. Ein Geschenk meiner liebsten Freundin. Und nun ab mit der Büx zum Me Made Mittwoch! Hier entlang bitte: http://memademittwoch.blogspot.de/2015/07/memademittwoch-am-22072015.html

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MMM#8 Die erste Jeans meines Nählebens

Das wäre doch toll, wenn ich mir mal ein Kleid nähen könnte oder einen Rock – so in die Richtung habe ich gedacht, als ich vor ein paar Jahren enthusiastisch zum ersten Nähkurs gegangen bin. Und jetzt habe ich mir sogar eine Jeans genäht! Eine Jeans! Ne, das hätte ich noch letztes Jahr kategorisch abgelehnt. Vor allem deshalb, weil man das ja sofort sieht. Am Saum vor allem.

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Nun ist es aber so, dass die Jeans und ich durch eine Hassliebe verbunden sind. Ich liebe es nämlich eine zu tragen und ich hasse es eine zu finden, die mir passt. Passt sie über die Hüften, steht sie hinten ab. Und dann haben so viele von Euch den Ginger-Schnitt von Closet Case gelobt und irgendwann konnte ich nicht mehr anders. Ich wollte auch. Schwarzen Stretch-Denim im Washed Look hatte ich noch zu Hause liegen. Glücklicherweise! Denn eigentlich wollte ich eine blaue nähen, aber die lokalen Stoffdealer waren ausverkauft. Kein Stretch-Denim mehr auf Lager. Tsst, wo gibts denn so was. Wahrscheinlich war ich nicht die einzige, die dem Jeans-Fieber erlegen war.

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Ich habe mich für Version B entschieden, die Karotte unter den Gingers. Weil ich den Style so cool finde. Wenn ich mir nun die Fotos ansehe (ich hab an der Helligkeit gedreht, damit man überhaupt was erkennen kann), muss ich aber leider feststellen, dass der vielleicht nicht sooo vorteilhaft für meine Figur ist (ähem, diese Beulen!! Diese Falten unterm Po!!). Muss ich wohl ein längeres Oberteil tragen.

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Beim Nähen ist sooo viel schief gegangen. Echt, ich hab mich ziemlich dämlich angestellt. Zuerst habe ich den Reissverschluss verkehrt rum eingenäht. Also noch mal von vorn. Dann habe ich die rückwärtige Passe, die mir auf den Boden gefallen war, für ein Läppchen gehalten und habe den „bar tack“ ausprobiert. Hat funktioniert, wieder auftrennen war möglich (Gott sei Dank). Bei der Größe habe ich mich kolossal verschätzt, zu meinen Gunsten. Mit der 1,5 Zentimeter-Nahtzugabe hat es aber gerade noch so geklappt. Nächstes Mal also eine Nummer größer (mindestens und ab Hüfte, versteht sich). Ich hatte das Bein 4 cm gekürzt, nächstes Mal reichen auch 2 cm, denke ich. Ansonsten stimme ich in das Loblied auf den Schnitt ein: Super! Tolle Passform, perfekte Anleitung und im Netz gibt es auch noch einen Sewalong.

Übrigens, das stand heute in der Zeitung:

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Hilfe! Also meine nächste Jeans wird Version A, die ist ja nicht ganz so skinny. Den Stoff habe ich schon bestellt. Aber erst sind ein paar Kleider und Röcke dran. Der Sommer will ja endlich zu uns kommen, habe ich gehört…

Was die anderen Damen fabriziert haben, seht Ihr hier! Viel Spaß!

http://memademittwoch.blogspot.de/2015/06/me-made-mittwoch-am-24-juni-2015.html

MMM#6 im Ringelwahn

Noch ein T-Shirt und schon wieder Ringel – langsam wird es langweilig. Aber zu meiner Verteidigung muss ich sagen: Ich brauche dringend neue Oberteile, die Jerseys in meinem Stoffschrank rufen „Ich will hier raus“ und außerdem finde ich Ringel einfach toll. Ist es nicht super, dass mir herzlich egal sein kann, ob es die auch zu kaufen gibt? Ich mach sie mir einfach selbst. Das liebe ich am Nähen: Endlich muss ich nicht mehr durch die Läden rennen oder mich durch Online-Shops wühlen. Wenn ich eine bestimmte Vorstellung von Klamotten habe, dann setze ICH die in die Tat um. Und demnächst gibt es auch wieder was anderes als T-Shirts. Ich hab schon soooo viele Ideen! (Nur leider viel zu wenig Zeit.)

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Der Einfachheit halber, habe ich die Säume alle „abgekurbelt“ (auch so ein schöner old fashioned Ausdruck, der mir mal beim Nähkurs begegnet ist. Soll heißen: Ich habe den Rollsaum der Overlock benutzt. Und mangels grüner Konen einfach drei verschiedene Grüntöne gemischt, was supe funktioniert hat). Am Ende musste ich feststellen: Es ist zwar eine Zeit sparende, aber nicht unbedingt eine gute Methode, denn die Säume rollen sich alle ein. Achso, fast vergessen: Der Schnitt ist das free pattern von Maria Denmark. Kleiner Tipp für alle anderen Lemminge: Das erste Shirt in der laut Maßtabelle richtigen Größe war ein bisschen knapp. Dieses hier ist eine Nummer größer entstanden und zwar in M, was ich normalerweise auch kaufen würde. Allerdings: Inzwischen trägt man Shirts ja auch wieder etwas weiter – also je nach Geschmack…

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Was die anderen Ladys zum MMM gezaubert haben, seht Ihr hier:

http://memademittwoch.blogspot.de/2015/05/me-made-mittwoch-am-20mai-2015.html

MMM#3 im Ringelshirt zum Wohlfühlen

Und heute… habe ich mein neues T-Shirt angezogen! Die Geschichte dazu lest Ihr hier.

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Es trägt sich bisher ganz hervorragend. Schade nur, dass es heute ein bisschen zu frisch ist, um es ohne was drüber zu tragen. Deshalb habe ich mir noch einen Blazer drüber gezogen. Zwar sieht man jetzt nicht mehr sooo viel vom Oberteil, aber wenigstens friere ich nicht. 🙂

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So – und jetzt ab zum MMM, schauen, was die anderen Mädels gezaubert haben. Mir und Euch wünsche ich viel Spaß dabei!

http://memademittwoch.blogspot.de/2015/04/me-made-mittwoch-am-29april-2015.html

Mein erster MMM

Der Me Made Mittwoch ist das Highlight meiner Woche – surfmäßig gesehen. Ich freu mich schon beim Frühstück auf die vielen neuen Kleider, Röcke, Blusen und neuerdings auch immer mehr Hosen, die die Frauen geschneidert haben. Und jetzt bin ich auch das erste Mal dabei. Und zwar mit meinem Yaletown Dress, das zu den Kleidern gehört, die ich oft und gerne anziehe. Dafür gabs heute Morgen im Büro sogar ein Lob von meinem Kollegen: „Schickes Kleid!“

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Danke, finde ich auch. Allerdings wäre es nicht so schick geworden, wenn es Tasia von Sewaholic nicht gäbe. Erstens passen mir ihre Schnitte „für die birnenförmige Figur“ perfekt und zweitens sind ihre Sewalongs so prima, dass keine Frage der Fabrikation offen bleibt (im Gegensatz zu Burda-Anleitungen oder – noch schlimmer – den holländischen Knipmode-Anleitungen). Ganz nebenbei lernt man bei Tasia so eine Menge über typische Arbeitsschritte und so begreife ich inzwischen sogar die meisten Burda-Anleitungen.

Das Kleid war eines der letzten Sommerkleider, die ich letztes Jahr genäht habe. Den Stoff hatte ich einige Monate vorher  im Online-Shop von Frau Tulpe gekauft weil ich ihn einfach schön fand. Dann hatte ich lange keine Idee, was ich daraus nähen könnte – bis Tasia das Yaletown Dress veröffentlicht hat. Auf jeden Topf passt ein Deckel… Genäht habe ich das Kleid in der Größe 6. Hier noch eine Ansicht von der Seite:

Yaletown Dress 2Gürtel: Esprit

Strumpfhose: Falke

Schuhe: Clarks

Und jetzt wünsche ich Euch noch viel Spaß beim Stöbern in den anderen MMM-Beiträgen: http://memademittwoch.blogspot.de/2015/04/memademittwoch-am-15-april-2015.html